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Ein Stadtteil wehrt sich gegen einen Nazi-Treffpunkt:  

Nazis dürfen nicht in Mode kommen
 

Mitte Oktober hat in unmittelbarer Nähe des Schauspielhauses ein Bekleidungsladen mit dem Namen "Goaliat" eröffnet. Er verkauft fast ausschließlich die extrem rechte Modemarke "Thor Steinar". Der Name der Marke ist eine Kombination aus dem nordischen Gott Thor und dem SS-Kommandeur Felix Steiner, der die SS-Panzerdivision "Wiking" befehligte. Das Mode-Label wurde von dem bekennenden Rechtsextremisten Axel Kopelke gegründet. Sweater mit der Aufschrift "Viking Division", "Nordfront" und "Shooting Club" oder "Südwestafrika" (ehemalige deutsche Kolonie) weisen auf militaristische und nazistische Bezüge hin. Slogans wie "Ultima Thule" oder die entsprechenden Runenzeichen beziehen sich direkt auf die historische Naziorganisation "Thule-Gesellschaft" und auf heute aktive rechtsextreme Vereinigungen wie das "Thule-Seminar" oder "-Netz". 
Mit dem Laden wollen die Nazis vordergründig ihre Szene mit rechtsextremistischen Lifestyle-Produkten versorgen und damit Abstand vom Stereotyp des plumpen Nazi-Skins gewinnen. Bundesweit versuchen Nazis seit längerem, Subkultur und Protest von Jugendlichen mit rechter Ideologie zu vermischen und rechten Codes gesellschaftliche Akzeptanz zu verschaffen.
Genau so wichtig ist es für die Nazis, mit Goaliat einen Treffpunkt für Gesinnungsgenoss/innen in der Innenstadt zu etablieren. Nazis aus dem gesamten Ruhrgebiet geben sich nun in der Oskar-Hoffmann-Straße ein Stelldichein.
Die Nachbarschaft, aber auch das Schauspielhaus, Verwaltung und Politik und die örtlichen Antifa-Gruppen haben schnell reagiert und versuchen, über den Laden aufzuklären und ihn wieder dicht zu machen. An den Schulen wird es wichtig sein, die Aufklärung über die Marke "Thor Steinar" zu unterstützen und z. B. anfällige Fußballfans darauf hinzuweisen, dass der Bundesliga Club Hertha BSC niemanden mit den "Steinar"-Klamotten ins Olympia-Stadion lässt.
Martin Budich (bo-alternativ.de)
Gegendarstellung:

"Zu der Behauptung im oben [stehenden] Artikel: "Das Mode-Label wurde von dem bekennenden Rechtsextremisten Axel Kopelke gegründet.", nehme ich wie folgt Stellung:
Ich habe zu keiner Zeit, in welcher Form auch immer, ein wie auch immer geartetes, politisches Bekenntnis abgegeben; die Behauptung ist frei erfunden."
Axel Kopelke, 26.01.2007

Anm. d. Red.:
Wir sind dazu verpflichtet Gegendarstellungen zu veröffentlichen; dieser Verpflichtung kommen wir hiermit nach.

Untermenue


Neuigkeiten

Krimineller Hacker-Angriff auf externe Datenbank von Thor Steinar

Presseerklärung:

Staatsanwaltschaft eingeschaltet - Aktuelle Daten von Geschäftskunden sind nicht betroffen

Die Firma Mediatex GmbH hat heute, am 04.01.2010, Strafanzeige gegen bislang unbekannte Daten-Hacker gestellt, die eine externe Servicedatenbank angegriffen und dabei Daten gestohlen haben. Zuvor,schon am 30.12.2009, wurde das LKA telefonisch verständigt. Diese von einem externen Serviceprovider betriebene Datenbank diente bis zum September 2008 als Aressenserver.

Die Daten waren am Mittwoch den 30.12.2009 teilweise auf der Seite des „Computer Chaos Club“ veröffentlicht worden. Von dort wurde auch auf den gesamten Datenbestand verlinkt. Ausgerechnet diese Vereinigung hat als Grundsatz „Öffentliche Daten nützen, private Daten schützen“. Unmittelbar eingeleitete Stichproben-Untersuchungen legen die Vermutung nahe, daß die Hacker die gestohlenen Adressen vor allem für politische Zwecke mißbrauchen. Die Mediatex GmbH veranlaßte seinen externen Serviceprovider schon im Frühjahr 2009 zur Stilllegung der betroffenen Internet-Seite. Die Mediatex GmbH hatte bereits damals damit begonnen, Hinweise zur eigenen Datensicherheit zu geben und das Bestellsystem geändert. Seitens der Mediatex wurde vorsorglich die Aufsichtsbehörde für den Datenschutz von dem Hacker-Angriff und den eingeleiteten Sicherheitsmaßnahmen in Kenntnis gesetzt. Das Unternehmen wird die Ermittlungsbehörden in vollem Umfang bei der Aufklärung der Straftat unterstützen.

Nicht betroffen von dieser Hacker-Attacke sind sämtliche Internetangebote, die von der Mediatex seit dem Frühjahr 2009 selbst betrieben werden. Dazu zählt vor allem der eigene Internetauftritt www.ThorSteinar.de. Ebenfalls nicht von der Attacke betroffen sind sämtliche Daten von Mitarbeitern.

Wir bedauern diesen auf ein isoliertes System begrenzten Vorfall außerordentlich und haben umfangreiche Informationsmaßnahmen ergriffen. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um einen kriminellen Angriff, der nur äußerst schwer zu erkennen ist und kaum Spuren hinterläßt. Kunden, die aktuell bei uns einkaufen möchten, können dies beruhigt auch weiterhin online tun. Die aktuelle Verkaufsseite basiert auf einer anderen Systemplattform, deren Sicherheit wir aus aktuellem Anlaß nochmals überprüft haben.

 

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