Der „Fall“ Ratjen und „Thor Steinar“ Adressenklau |
| 13:20, 06.01.2010 |
Eine Überprüfung der Adresse der Zahnarztpraxis des FDP Landtagsabgeordneten Sebastian Ratjen ergab – er hat keinen einzigen „Thor Steinar“ Artikel bestellt. Ein umfangreicher Abgleich der, im Netz kursierenden Liste mit der Bestelldatei der Mediatex GmbH, ergab: ein Großteil der Personen sind tatsächlich gar keine Kunden von „Thor Steinar“. „Auf unserer Seite kann jeder jeden eintragen“, so ein Sprecher des Unternehmens. Die Interessenslagen sind zahlreich und Politiker, wie Sebastian Ratjen, haben nun mal Konkurrenten. Hier, wie in so vielen Fällen ist die erste Frage: cui bono?, wem nützt es. Felix von Leitner, laut „taz“ Pressesprecher des „Computer Chaos Club“ (CCC), auf dessen Seiten zuerst Teile der gehackten Daten veröffentlicht wurden, hat zwei Theorien auf einem Blog veröffentlicht: „Eine [.] Theorie wäre, daß sie mit den Daten ihren V-Männern mehr Street Cred geben wollen. Wer weiß. Wundern würde mich an dieser Stelle nicht viel.“
Zufällig liegt die Mediatex GmbH wegen ihrer Nennung im Verfassungsschutzbericht und einer Broschüre gerade im Rechtsstreit mit dem Verfassungsschutz Brandenburg und Bayern.
Rainer Schmidt für die Mediatex GmbH
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