Thor Steinar darf ins Stadion |
| 08:42, 02.12.2008 |
Das Tragen von Kleidung der Modemarke Thor Steinar bleibt im Stadion vorerst erlaubt. Der Magistrat lehnt es ab, die bei Rechtsradikalen beliebten Klamotten in der WM-Arena im Stadtwald zu verbieten. Die SPD-Fraktion im Römer hatte sich für eine entsprechende Änderung der Gefahrenabwehrverordnung im Stadion eingesetzt.
Ordnungsdezernent Volker Stein (FDP) hatte in den vergangenen Wochen vor allem mit der Polizei über ein Verbot gesprochen. Nach Einschätzung der Ermittlungsgruppe Fußball gebe es derzeit aber keinen Grund, Thor Steinar im Stadion zu verbieten, teilte der Dezernent nun in einem Magistratsbericht mit. Bei Veranstaltungen "konnte bis heute kein geschlossenes Auftreten einer Personengruppe festgestellt werden, die diese Bekleidungsmarke getragen hat", heißt es.
Das Publikum bei Eintracht-Spielen stufen Polizei und Ordnungsdezernent als "politisch neutral" ein. Viele Fans beteiligten sich an Aktionen gegen Rechtsradikale - etwa zum Saisonstart, als hinter der Westkurve T-Shirts mit der Aufschrift "United Colors of Bembeltown" verkauft wurden.
Auch bei Fans der gegnerischen Mannschaft sind die Kleidungsstücke von Thor Steinar nicht beliebt. Die Deutsche Fußball Liga habe keine Erkenntnisse darüber, dass auswärtige Fans die Klamotten nach Frankfurt importierten, sagte Stein, der daher keine Möglichkeit sieht, die Gefahrenabwehrverordnung zu ändern. Zumal Thor Steinar mittlerweile seine als verfassungsfeindlich eingestuften Symbole aus dem Firmenlogo entfernt habe und das Tragen der Kleidungsstücke nicht verboten sei.
Zurueck