"Der Abstieg der Anständigen"                                               







Im Gründungsjahr 1899 hätte man es wohl nicht für möglich gehalten und doch ist es heutzutage so. Werder Bremen sorgt sich nicht mehr darum das Weser-Stadion voll zu bekommen, sondern verweigert Fans den Zutritt. Warum? Sie tragen die „falsche“ Kleidung!
Wer „Thor Steinar“ trägt darf den grün-weißen nicht mehr zusehen, jedenfalls nicht live. Begründung: „`Thor Steinar´ ist eine Kleidungsmarke, die durch ihre farbliche Gestaltung und verwendete Aufschrift gerade Personen der rechtsextremen Szene anspricht.“ Durch welche Farbgebung wird denn die „rechtsextreme Szene“ angesprochen? Braun etwa? Wer sich die „Thor Steinar“ Verkaufsseite ansieht findet ein, geradezu verwirrend breites Farbspektrum. Wer etwas bestellt, kann sogar unter mehreren Farben wählen. Wenn das nicht demokratische Farbkultur ist... Die verwendete Aufschrift gibt es ebenfalls nicht, auch hier herrscht die Qual der Wahl.
Kurios genug, daß ein Fußballverein zunächst zu einem „profitorientierten Unternehmen“ mutiert, aus dem dann der Verein 2003 eine GmbH & Co KG auf Aktienbasis, eine spezielle Form der Kommanditgesellschaft ohne persönliche Haftung der Geschäftsführung, macht.
Nun versucht sich der moneymaker Werder Bremen GmbH und Co KG aA, der ehemalige Fußballverein, auch noch in der Politik. Anders als auf dem Fußballfeld sollte man auf dem Feld der politischen Äußerungen aber nicht einfach losstürmen, auch dann nicht wenn man glaubt im Ballbesitz zu sein.

Das Ergebnis könnte dann, wie in diesem Fall ein Eigentor werden:

Unterlassungserklärung

1. Die Werder Bremen GmbH & Co KG aA (kurz: Werder Bremen) hat - um ein deutliches Zeichen gegen Rechts zu setzen - in einem Internetauftritt ange­kündigt, dass Zuschauern, die die Kleidung der Firma „Thor Steinar" tragen, zukünftig der Zugang zum Weser-Stadion verwehrt wird. Dabei wird es blei­ben. [...] Werder Bremen wird es aber ab sofort unterlassen zu behaupten, „'Thor Steinar' ist eine Kleidungsmarke, die aus dem Umfeld der Nazi-Szene produziert und vertrieben wird, die sich völkischer Symbolik mit NS-Bezug bedient ...", da Werder Bremen hierzu derzeit keine tatsächlichen Erkenntnisse hat.


Für den Fall der Zuwiderhandlung gegen die in Ziff. 1. enthaltene Unterlas­sungserklärung verpflichtet sich Werder Bremen dazu, an die Firma Media­tex GmbH, Karl-Liebknecht-Str. 60-62 in 15711 Zeesen, eine Summe von € 5.100,00 zu zahlen.

Bremen, den 27.04.2007

(Werder Bremen GmbH & Co KG aA) - Geschäftsführung -


Das Erkenntnisstreben eines Fußballvereins sollte sich auf Dinge rund ums Leder beschränken. Erkenntnisse über die politische Einstellung einzelner Fans sammelt hierzulande der Verfassungsschutz. Auch wir bleiben als Bekleidungshersteller dabei Kleidung zu verkaufen und verzichten auf politische Aussagen. Werder Bremen aber verliert nicht nur Spiele, sondern wahrscheinlich auch die Fans, die einfach nur Fußball sehen und sich nicht von fußballspielenden Kleidungsberatern vor die Tür setzen lassen wollen.


Rainer Schmidt

Untermenue


Neuigkeiten

Krimineller Hacker-Angriff auf externe Datenbank von Thor Steinar

Presseerklärung:

Staatsanwaltschaft eingeschaltet - Aktuelle Daten von Geschäftskunden sind nicht betroffen

Die Firma Mediatex GmbH hat heute, am 04.01.2010, Strafanzeige gegen bislang unbekannte Daten-Hacker gestellt, die eine externe Servicedatenbank angegriffen und dabei Daten gestohlen haben. Zuvor,schon am 30.12.2009, wurde das LKA telefonisch verständigt. Diese von einem externen Serviceprovider betriebene Datenbank diente bis zum September 2008 als Aressenserver.

Die Daten waren am Mittwoch den 30.12.2009 teilweise auf der Seite des „Computer Chaos Club“ veröffentlicht worden. Von dort wurde auch auf den gesamten Datenbestand verlinkt. Ausgerechnet diese Vereinigung hat als Grundsatz „Öffentliche Daten nützen, private Daten schützen“. Unmittelbar eingeleitete Stichproben-Untersuchungen legen die Vermutung nahe, daß die Hacker die gestohlenen Adressen vor allem für politische Zwecke mißbrauchen. Die Mediatex GmbH veranlaßte seinen externen Serviceprovider schon im Frühjahr 2009 zur Stilllegung der betroffenen Internet-Seite. Die Mediatex GmbH hatte bereits damals damit begonnen, Hinweise zur eigenen Datensicherheit zu geben und das Bestellsystem geändert. Seitens der Mediatex wurde vorsorglich die Aufsichtsbehörde für den Datenschutz von dem Hacker-Angriff und den eingeleiteten Sicherheitsmaßnahmen in Kenntnis gesetzt. Das Unternehmen wird die Ermittlungsbehörden in vollem Umfang bei der Aufklärung der Straftat unterstützen.

Nicht betroffen von dieser Hacker-Attacke sind sämtliche Internetangebote, die von der Mediatex seit dem Frühjahr 2009 selbst betrieben werden. Dazu zählt vor allem der eigene Internetauftritt www.ThorSteinar.de. Ebenfalls nicht von der Attacke betroffen sind sämtliche Daten von Mitarbeitern.

Wir bedauern diesen auf ein isoliertes System begrenzten Vorfall außerordentlich und haben umfangreiche Informationsmaßnahmen ergriffen. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um einen kriminellen Angriff, der nur äußerst schwer zu erkennen ist und kaum Spuren hinterläßt. Kunden, die aktuell bei uns einkaufen möchten, können dies beruhigt auch weiterhin online tun. Die aktuelle Verkaufsseite basiert auf einer anderen Systemplattform, deren Sicherheit wir aus aktuellem Anlaß nochmals überprüft haben.

 

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